Plastikmüll vermeiden: 10 einfache Tipps für den Alltag

HastPlastikmüll vermeiden du dich schon Mal gefragt, wie du Plastikmüll vermeiden kannst? Sehr gut, dann bist du hier genau richtig. In meinem letzten Artikel habe ich über die Gefahren von Plastik geschrieben und aufgezeigt, welche fatalen Folgen sie für Mensch, Tier und Umwelt haben. Sie zeigen, dass es aller höchste Zeit wird, dass ein Umdenken in der Gesellschaft stattfinden muss. Ein wichtiger Beitrag dazu ist die Reduzierung von Plastikmüll im Alltag. Einige einfach Tipps, die du ohne große Schwierigkeiten in deine täglichen Aktivitäten integrieren kannst, erfährst du in diesem Artikel.

1. Nutze wiederverwendbare (Stoff-) Beutel zum Einkaufen

einkaufsbeutelIn einigen Ländern wie China und Italien besteht bereits ein Verbot von Plastiktüten. Auch in vielen deutschen Supermärkten, werden Plastiktüten an der Supermarktkasse zum Glück weitestgehend abgeschafft. Dennoch sind sie an einigen Stellen immer noch zu finden. Genauso wie die Tüten, die du nutzen kannst, um dein Gemüse im Supermarkt abzupacken. Lass diese doch einfach weg und nutze stattdessen Stoffbeutel. Es ist lediglich eine Frage der Gewohnheit stets einen Beutel einstecken zu haben.

2. Trinke Leitungswasser anstatt abgefülltes Wasser

trinkwasserIn ganz Deutschland ist das Leitungswasser ohne Bedenken trinkbar. Es unterliegt sogar  meist strengeren Kontrollen als abgefülltes Wasser. Trinke dieses, anstatt abgefülltes Wasser in Plastikflaschen zu kaufen. Nicht nur, dass du dir dadurch eine Menge Geld sparst. Du vermeidest auch eine große Anzahl an Plastikmüll, der durch die Flaschen anfällt. Um Wasser mit Sprudel zu erhalten, kannst du einen Wassersprudler nutzen. Falls du durch kalkhaltiges Wasser körperliche Beschwerden bekommen solltest, kann ich dir eine Flasche mit Wasserfilter empfehlen. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit einer Flasche von Bobble. Sie leistet mir bereits seit Jahren treue Dienste. Sie ist sogar BPA frei, wodurch ich sie sehr empfehlen kann. Wenn du wirklich kein Leitungswasser trinken willst, nutze wenigstens Glas- anstatt Plasteflaschen

3. Nutze wiederauffüllbare Flaschen

TrinkflaschenBereits im Punkt davor habe ich darauf hingewiesen, dass du Leitungswasser einfach in Flaschen umfüllen und überall mit hin nehmen kannst. Dies betrifft natürlich auch jegliche anderen Getränke. Besser als Plastikflaschen sind in diesem Fall Flaschen aus abbaubaren Produkten geeignet, so wie die von Klean Kanteen. Diese Flaschen bestehen aus zu 100% recyclebaren Material und halten bei richtiger Pflege ein Leben lang.

4. Kaufe Glas- anstatt Plastikverpackungen

flaschenmilchViele Produkte gibt es in alternativen Verpackungen, die kein Plastik beinhalten. Joghurt ist zum Beispiel ein hervorragendes Beispiel dafür. Außerdem betrifft es noch viele andere Produkte wie Milch, Soßen oder Getränke. Halte nach Glasalternativen als Gefäß Ausschau. So kannst du viel Plastikmüll vermeiden.

5. Kaufe loses Gemüse

gemueseGerade in der Gemüseabteilung lässt sich immer wieder eine sinnlose Verschwendung von Plastikprodukten beobachten. Die Bananen werden noch einmal extra in eine Plastiktüte gepackt, Paprika wird in einer Plastikverpackung gekauft und auch die Tomaten sind noch einmal fein säuberlich umpackt. Die Frage ist warum. Eine einfache Methode zum Plastikmüll Vermeiden, ist loses Obst und Gemüse zu kaufen. Eine Alternative ist zudem der Einkauf auf dem Wochenmarkt. Dort wirst du solche Verpackungen bedeutend weniger finden.

6. Koche frisch anstatt Fertiggerichte zu nutzen

salatJegliche Fertig- oder Tiefkühlprodukte sind in Plastikverpackungen eingepackt und produzieren dadurch eine Menge Müll. Vermeide diese Produkte und bereite dir deine Speisen lieber frisch zu. Nicht nur, dass du dadurch eine Menge an Müll sparst, frisch zubereitete Speisen sind gleichzeitig auch noch besser für deine Gesundheit.

7. Nutze Wiederverwendbare Kaffee-/Teetassen für unterwegs

cafeViele Leute holen sich unterwegs gern mal einen Coffee to go. Doch jedes Mal wird er in Plastik- oder Pappverpackungen verkauft, die unnötig Müll produzieren. Abhilfe kannst du Schaffen, indem du deine eigenen Becher dabei hast, zum Beispiel diesen hier von Klean Kanteen. Eine Alternative dazu ist, dir die Zeit zu nehmen und dich ins Café zu setzen. Solch eine Auszeit zum Entspannen kann auch nicht schaden.

8. Habe stets ein Reisebesteck dabei

einwegbesteckIsst du unterwegs, so wird meist Einwegplastikbesteck angeboten, was nach Gebrauch sofort im Müll landet. An dieser Stelle empfiehlt es sich ein Reisebesteck mit dabei zu haben. So kannst du das Einwegbesteck ganz einfach ablehnen. Durch diese Maßnahme kannst du wieder eine Menge Plastikmüll vermeiden.

9. Packe dein Essen für den Tag oder Reste in eine Edelstahlbox oder Glasgefäße

brotdoseMitunter kommt es vor, dass von der leckeren Mittagsspeise oder den Abendbrot Reste übrig bleiben. Anstatt diese in Plastikdosen oder Frischhaltefolie zu verstauen, kannst du sie in Glasgefäße verpacken. Ebenso ist die Frischhaltefolie für das Pausenbrot überflüssig. Nutze stattdessen Brotdosen aus umweltfreundlicheren Material, wie eine Edelstahlbrotdose oder eine Brotdose aus nachwachsenden Rohstoffen.

10. Benutze ein Seifenstück anstatt einen Seifenspender aus Plastik

seifeDass im Bad eine Seife unverzichtbar ist, ist unumstritten. Doch viel zu oft werden dafür Seifenspender aus Plastik genutzt. Um den dadurch anfallenden Plastikmüll zu vermeiden, kannst du auf Seifenstücke umschwenken.

Du siehst, all die aufgeführten Tipps benötigen keine große Vorbereitung und werden dich genau so wenig in Schulden stürzen. Sie sind leicht umzusetzen, es muss nur darauf geachtet werden. Also:

Worauf wartest du noch?

Fange am besten noch heute damit an. Unser Umwelt und unserer Zukunft zu Liebe.

Hast du noch weitere Tipps, die die Leser unbedingt erfahren sollten? Achtest du überhaupt auf deinen Müll oder bist du bereits erfolgreich im Plastikmüll vermeiden? Erzähle mir von deinen Erfahrungen.

9 Kommentare, RSS

  1. dagmar lechner 1. Oktober 2016 @ 14:17

    Gefällt mir sehr…ich persönlich habe nicht nur Duschgels in die Wüste geschickt sondern benutze auch nur noch Haarseifen…spart auch nochmal >Plastikmüll… Herzliche Grüße Dagmar

    • Bine

      Bine 4. Oktober 2016 @ 10:12

      Das ist sehr motivierend zu lesen, Dagmar. Dankeschön 🙂 An Duschgels und Shampoo habe ich mich aktuell noch nicht heran gewagt, da ich das vorhandene Zeug erst einmal noch leeren will. Aber es wird mein nächster Schritt sein auch in den Bereichen Alternativen einzuführen. Falls du Tipps hast, würde ich mich sehr darüber freuen.

  2. Eva Katharina 4. Oktober 2016 @ 9:38

    Toller Post! Das Thema Zero Waste – Plastik und allgemein Müllvermeidung sollte viel mehr Aufmerksamkeit bekommen!
    Ich bin seit 1 Jahr bei einer Umweltschutzorganisation aktiv und seitdem wurden mir echt die Augen geöffnet. Alle deine Tipps versuche ich immer und so gut wie möglich zu beachten 🙂
    Was ich auch super cool finde: Deo, Shampoo und co. selbst machen in Glasgefäßen. Damit befasse ich mich im Moment viel und auf meinem Blog werde ich diesen Monat den „Green Saturday“ einführen wo es um genau dieses Thema gehen soll 🙂
    Liebe Grüße und einen schönen Tag noch!
    Eva

    • Bine

      Bine 4. Oktober 2016 @ 15:11

      Da gebe ich dir vollkommen Recht, dass diesen Themen viel mehr Aufmerksamkeit zugesprochen werden sollte. Aber ich bin mir sicher, dass das in Zukunft immer mehr geschehen wird. Es ist bereits eine positive Entwicklung erkennbar. Auch wenn es die wenigstens Menschen bisher in ihren Alltag umfangreich integriert haben. Doch es ist ganz einfach ein Prozess, das merke ich ja selbst. Und du gehst mit gutem Beispiel voran, das finde ich super 🙂 An Deos und Shampoos habe ich mich bisher noch nicht gewagt, aber das wird in naher Zukunft nun wohl auch endlich passieren. Ich bin gespannt darauf, welche Herausforderungen und Erkenntnisse mich dabei erwarten und werde dann natürlich davon berichten, so dass auch andere hoffentlich davon profitieren können. Deinen „Green Saturday“ werde ich verfolgen – da finde ich sicherlich auch noch den ein oder anderen Tipp, den ich in meinen Alltag integrieren kann 😉

  3. Caro 6. Oktober 2016 @ 12:58

    Hey Bine 🙂

    Tolle Tipps hast du da zusammengestellt!
    Mein eigenes Besteck habe ich zwar nicht dabei, aber alle anderen Punkte setze ich schon aktiv um. Nicht immer zu 100%, aber ich gebe mir Mühe – beziehungsweise… eigentlich sind das mittlerweile schon normale Gewohnheiten geworden 🙂

    Meinen eigenen Stoffbeutel habe ich immer dabei (oder trage Spontankäufe im Notfall einfach auf dem Arm) und Leitungswasser schmeckt in Deutschland sowieso besser als das aus der Flasche – wir haben einen Soda Stream, weil wir total gern Saftschorle trinken… Da sind wir (genauso wie bei Milch, Joghurt, Sahne) mittlerweile auch auf Saft aus Glasflaschen umgestiegen, die wir jede Woche frisch von einem Bauernhof aus der Region geliefert bekommen.

    Aktuell bin ich dabei, Stück für Stück meine Hygieneprodukte zu ersetzen. Stückseife statt Duschgel, Roggenmehl statt Shampoo, Kamillentee statt Spülung… Mal sehen, was ich da noch alles tauschen kann 😉

    Schöne Grüße,
    Caro

    • Bine

      Bine 7. Oktober 2016 @ 8:44

      Liebe Caro,

      wow, du bist ja bereits sehr aktiv beim Thema Nachhaltigkeit – das finde ich klasse 🙂 Bis zu den Hygieneprodukten bin ich bisher leider noch nicht gekommen, aber das steht als nächstes auf meiner ToDo-Liste. Man muss sich ja ran tasten, zumal es auch total sinnlos wäre noch volle Produkte im Badezimmer wegzuschmeißen. Also werde ich diese erst leeren und mich anschließend mit Alternativen beschäftigen. Ich bin bereits ganz hippelig deswegen 😀 Roggenmehl anstatt Shampoo zu nutzen, klingt für den „unaufgeklärten“ Leser, wie ich es aktuell noch bei Hygieneprodukten bin, erst einmal ein wenig eigenartig, aber total spannend. Ich werde dann in den nächsten Wochen auch einen Artikel zu Alternativen im Badezimmer schreiben, vermutlich sogar mehrere, da es einfach so unglaublich viele Möglichkeiten gibt.
      Ich kann es nur noch einmal betonen, wie toll ich es finde, dass du bereits viele der Tipps umsetzt. Ich finde, es muss nicht immer zu 100% sein (klar, wäre das am optimalsten).Das wichtigste ist, dass überhaupt schon darauf geachtet wird. Alles andere, auch die (beinahe) 100%, kommen mit der Zeit von ganz allein 🙂 Wichtig ist, dass man ein Bewusstsein dafür entwickelt.

  4. Klaus 7. Oktober 2016 @ 13:06

    Hallo Bine,
    ein sehr wichtiger Artikel mit guten Tipps, die wir nahezu alle auch bereits umsetzen! 🙂 Ich kann nur hoffen, dass immer mehr Menschen diese leicht umzusetzenden Tipps beherzigen, wenn man sich beim Einkaufen etc. umsieht, ist das aber wohl leider noch ein weiter Weg…

    • Bine

      Bine 8. Oktober 2016 @ 16:35

      Ja, da gebe ich dir Recht. Ich finde es immer wieder spannend, aber gleichzeitig auch sehr erschreckend in die Einkaufswagen anderer Leute zu schauen. Doch ich bin zuversichtlich, dass sich das Denken in den nächsten Jahren ändern wird. Es ist noch ein weiter Weg, stimmt. Aber jeder Schritt ist einer in die richtige Richtung 🙂

  5. Romy Mlinzk 11. Oktober 2016 @ 12:37

    Hi Bine,

    Nachhaltigkeit und Müllvermeidung ist ein wichtiges Thema. Finde es toll, dass Du Dich diesem Thema annimmst und auch einen Freiwilligendienst leisten möchtest. Respekt!

    Alles Gute für Deine Zeit in Mexiko.
    Gruß, Romy

    P.S.: Deine Schriftart im Blog finde ich furchtbar, aber das ist subjektiv. 😉

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