Es geht los: Gedanken aus der Luft

Ich Gedanken aus der Luftsitze gerade im Flugzeug auf dem Weg nach Mexiko. Die beeindruckenden Eismassen über Neu Fundland sind bereits passiert. Aktuell fliegen wir weiter Richtung New York. Auf geht es nach Mexiko. Mexiko nun also…Hmm. Was ich dort vor Ort machen werde, habe ich bereits hier ausführlich berichtet. Die dafür notwendigen Vorbereitungen haben viel Zeit in Anspruch genommen. Seit einem dreiviertel Jahr bereite ich mich nun darauf vor, organisiere und habe vor allem sehr viel gearbeitet. Ich werde in naher Zukunft einen Artikel darüber verfassen, wie ich es geschafft habe in dieser relativ kurzen Zeit all das notwendige Geld zusammen zu bekommen. Die Tipps und Erfahrungen, die ich dabei gesammelt habe, möchte ich dir natürlich nicht vorenthalten. Ein dreiviertel Jahr lang Vorbereitung…Die Zeit verging wie im Flug. Und nun sitze ich im Flieger und kann es noch nicht realisieren, dass es nun soweit ist und mein Abenteuer Mexiko startet. Weitestgehend all meine Sachen sind abgegeben, nur wenige Kisten habe ich bei meiner Schwester eingelagert. Mein Job ist pausiert und meine Wohnung gekündigt. Eismassen Neufundlands
Selbst mein deutscher Wohnsitz ist abgemeldet. Ein sehr merkwürdiges Gefühl keinen Wohnungsschlüssel und keinen Wohnsitz mehr zu haben. Gerade einen Wohnungsschlüssel hatte ich mein Leben lang. Du sicherlich auch.
Er ist ein beinahe selbstverständlicher Gegenstand, über dessen Wert ich mir vorher auch nicht so bewusst war. Nun macht sich ein Stück weit Leere breit, seitdem ich diesen abgegeben habe. Und gleichzeitig ist es ein unglaubliches Gefühl von Freiheit. Ich bin ortsungebunden und habe nur noch wenigen materiellen Besitz, der mich bindet. Ich bin frei, vor allem von materiellen Bindungen. Doch dafür bin ich reich an persönlichen Connections zu wundervollen Menschen. Vor allem in den letzten Wochen vor meiner Abreise merkte ich immer mehr, wie sich Beziehungen veränderten. Vermutlich weil Vergänglichkeit bewusster spürbar war. Weil ich versuchte noch mehr den Moment zu leben und noch herzlicher mit allen umzugehen. Es war ein Geben und Nehmen, ein Miteinander, was mein Herz immer wieder erfüllte und mich erstaunen ließ aufgrund der intensiven, beeindruckenden Begegnungen und Gespräche, die ich in dieser Zeit führte. Ich bin dankbar für jede einzelne dieser Erfahrungen. Ich habe nun erst einmal viel zu verarbeiten, zu reflektieren und einzuordnen. Automatisch machte sich die Frage in mir breit, warum wir nicht immer alle so miteinander umgehen. Ehrliche und direkte Kommunikation würde unseren Alltag so sehr bereichern, doch oftmals sind erst solche Extremsituationen notwendig, um dieses Verhalten noch mehr voran zu treiben und um Herzlichkeit zu fördern. Ich habe letztens einen Frage gelesen, die ich dir gern mit auf den Weg geben würde:

„Wenn ein dir sehr wichtiger Mensch sterben würde. Was würdest du bereuen nicht gesagt zu haben?“

Eine Frage, die mich seit dem Lesen immer wieder beschäftigte und meine Kommunikation noch mehr voran trieb. Ich kann dir empfehlen auch darüber nachzudenken. Vielleicht hilft sie dir zu einem intensiveren und offeneren Umgang mit deinen Mitmenschen.

Ich werde nun weiter meine Eindrücke versuchen zu verarbeiten, den sehr schweren Abschied versuchen zu verdauen und erst einmal in dem neuen Land und der neuen Kultur ankommen. Ich bin gespannt, was mich erwartet und werde darüber berichten.

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